Server mieten leicht gemacht
die wichtigsten Fakten und Tipps im Überblick
Treffen Sie von Anfang an die richtige Wahl
Dedicated-, Virtual- oder Cloud- Server.
In unserem Ratgeber erfahren Sie, auf
was Sie achten müssen.

Den richtigen Server mieten!

Im Internet gibt es viele Anbieter bei denen man zu günstigen Preisen einen Server mieten kann. Die Angebote sind facettenreich und die Hardwareausstattung sowie auch die Preise sehr unterschiedlich. Hinzu kommt, dass es unterschiedliche Servertypen gibt, die je nach Anforderung an das Webprojekt oder die Website mehr oder weniger geeignet sind. Auch spielen bei der Typenwahl die eigenen Hosting-Erfahrungen eine große Rolle, da Einsteiger mit der Konfiguration und der Wartung des Systems schnell überfordert sein können.

Auch wenn die Entscheidung für einen eigenen Server einige Vorüberlegungen und eine gute Planung in Anspruch nimmt, sollten Sie den Aufwand nicht scheuen, denn ein gemieteter Server bietet viele Vorteile gegenüber einem herkömmlichen Webhosting Angebot.

Inhaltsverzeichnis:

Welche Servertypen gibt es?

Es gibt drei verschiedene Typen, die sich in erster Linie in der Nutzung der Hardware unterscheiden, woraus für den Nutzer unterschiedliche zur Verfügung stehende Ressourcen (Rechenleistung und Arbeitsspeicher) resultieren.

Servertypen:
  • Dedicated Server
    • Root Server
    • Managed Server
  • Virtual Server
  • Cloud Server

Dedicated Server

Wenn Sie einen dedicated Server mieten, dann erhalten Sie einen eigenständigen, physikalischen Rechner, der in einem großen abgesicherten und gekühlten Rechenzentrum steht und dessen Rechenleistung ausschließlich für Sie zur Verfügung steht. Das bedeutet, dass Sie die Prozessorleistung, den Arbeitsspeicher und auch den Speicherplatz im vollen Umfang für Ihre Website nutzen können. Andererseits sind Sie aber auch auf diese Rechenleistung begrenzt und können diese nicht so einfach erhöhen. Aus diesem Grund sollten Sie schon vor der Bestellung die benötigten Ressourcen kennen und für zukünftige Erweiterungen lieber einen Puffer einplanen.

Sollten Sie sich für einen dedicated Server entscheiden, so können Sie sich für ein Windows- oder ein Linux-Betriebssystem entscheiden.

Aktuelle Betriebssysteme & Versionen:
  • Windows
    • Windows Server
    • Windows Web Server
  • Linux
    • CentOS
    • Debian
    • openSUSE
    • Ubuntu

Linux-Betriebssystem

Linux ist ein offenes Betriebssystem und gilt als besonders sicher. Aus diesem Grund wird das Betriebssystem bei Servern sehr häufig favorisiert. Darüber hinaus ist Linux kostenlos, wodurch ein Linux Server etwas günstiger als ein Windows Server ist.

Windows-Betriebssystem

Für jede Windows-Installation fallen Lizenzgebühren an, wodurch die Mietkosten eines Windows Servers im Vergleich zum Linux Server etwas höher sind. Auch sicherheitstechnisch hängt das Windows- dem Linux-Betriebssystem hinterher. Dennoch bietet Windows auch einige Vorteile, insbesondere, wenn man das Microsoft .Net Framework nimmt.

Unsere Empfehlung: Haben Sie bereits Erfahrung mit einem der beiden Betriebssysteme, so sollten Sie dieses auch für Ihr Hosting-Paket wählen, damit Sie sich in einer vertrauten Umgebung bewegen.

Neben der Wahl des Betriebssystems müssen Sie sich auch entscheiden, ob Sie den Rechner selbst verwalten wollen oder die Verwaltung des Rechners dem Hoster überlassen.

Root Server

Um volle Administrationsrechte, sogenannte Root-Rechte oder Root-Zugriff zu bekommen, müssen Sie sich für einen Root Server entscheiden. Mit diesen Rechten haben Sie viel mehr Möglichkeiten Ihren Rechner zu administrieren und die zur Verfügung stehenden Ressourcen selbst zu verwalten. Im gleichen Atemzug liegt es aber auch in Ihrer Verantwortung regelmäßige Updates einzuspielen und für ausreichende Zugriffs- und Datensicherheit zu sorgen.

Managed Server

Bei einem Managed Server wird die komplette Verwaltung des Rechners in die Hand des Hosters gelegt. Sie haben dann zwar nicht mehr die kompletten Zugriffsrechte aber dafür die Sicherheit, dass die Software auf dem gemieteter Rechner up to date ist und somit keine Sicherheitslücken existieren.

Unsere Empfehlung: Sollten Sie noch keine tiefgreifenden Erfahrungen mit Server Hosting gesammelt haben oder nur zeitlich begrenzte Ressourcen für die Verwaltung des Rechners aufbringen können, so sollten Sie sich für die Managed-Variante entscheiden.

Nach diesen wichtigen Entscheidungen bleibt schlussendlich noch die Wahl der Hardwareausstattung, die nicht zu klein dimensioniert werden sollte. Für eine gute Performance sollte ein schneller Prozessor mit mehreren Kernen, ein großer Arbeitsspeicher und genügend Speicherplatz gewählt werden. Auch ein unbegrenzter Datentransfer ist wichtig, damit man nicht mit unerwarteten Zusatzkosten rechnen muss.

Virtual Server

Virtual Server werden oft auch vServer oder VPS (Virtual Private Server) genannt. Der Hoster stellt auch hier einen physikalischen Rechner zur Verfügung, der jedoch in mehrere virtuelle Einheiten aufgeteilt wird. Somit teilen Sie sich die gesamten Ressourcen, sei es CPU-Leistung, Arbeitsspeicher oder auch die Festplattenkapazität mit mehreren Kunden. Dies kann unter Umständen zu Kapazitätsengpässen führen. Um dies zu vermeiden sollten Sie, bevor Sie einen vServer mieten, auf die garantierten Rechen- und Speicherleistungen und die Anzahl der vServer pro Rechner achten. Je größer die garantierten Leistungen sind und je kleiner die Anzahl der vServer pro Rechner, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Kapazitätsproblemen kommt.

Durch die Virtualisierung hat man als Nutzer den Eindruck, dass man auf einem eigenständigen Rechner mit Root-Zugriff arbeitet.

Ein großer Vorteil eines virtual Servers ist die schnelle und einfache Skalierbarkeit der Ressource über den Hoster. Benötigt man mehr Arbeitsspeicher oder mehr Datenspeicher, so kann man einfach in einen anderen besseren Tarif wechseln. Der Hoster weist Ihrer virtuellen Umgebung nach dem Tarif-Wechsel einfach mehr Ressourcen zu.

Cloud Server

Bei Cloud Server Hosting stehen für Sie eine Vielzahl von Servern in einem Rechenzentrum zur Nutzung bereit. Sie haben auf Ihren virtuellen Rechner vollen Root-Zugriff und können mit wenigen Klicks Ihre eigene Server-Infrastruktur schaffen und die für Sie notwendigen Ressourcen konfigurieren. Unter anderem können Sie die Anzahl der Kerne, den Arbeitsspeicher, das Betriebssystem und den Datentransfer bestimmen. Das Besondere daran ist, dass die Änderungen in Echtzeit vorgenommen werden und Sie somit extrem flexibel auf Leistungsschwankungen reagieren können. Die Abrechnung der veränderten Leistungsparameter erfolgt stunden- oder sogar minutengenau.

Welche Hosting-Lösung ist für mich geeignet?

Jede der vorgestellten Hosting-Varianten – dedicated, virtual und cloud – hat ihre Vor- und Nachteile. Da eine Entscheidung für eine bestimmte Hosting-Lösung von vielen Kriterien abhängt, kann man mittels einer Entscheidungsmatrix eine brauchbare Antwort finden.

Servertypen / Eigenschaften dedicated virtual cloud
Performance / Geschwindigkeit hoch gering hoch  
Administrationsrechte uneingeschränkt sehr eingeschränkt eingeschränkt  
administrativer Zeitaufwand hoch gering hoch
Flexibilität bei Performance-Anpassungen gering keine hoch
Know-how erforderlich viel wenig viel
Kosten hoch gering hoch

Wann lohnt es sich einen eigenen Server zu mieten?

Einen Server mieten kann man bereits für ein paar Euro, dennoch lohnt es sich nicht für eine kleine Website dies zu tun. Möchte man eine kleine Website online stellen, so reicht ein passendes Webhosting-Paket aus. Benötigt man hingegen für seine Website eine hohe Performance, viel Speicherplatz oder individuelle Softwarekomponenten, so kommt man an einem eigenen Server nicht vorbei. Neben dem Aspekt der Performance kann auch die Anzahl der selbst gehosteten Webseiten für ein Server Hosting sprechen. Sind die Kosten für das Hosting der einzelnen Websites höher als ein gemieteter Server, so sollte man auch hier über einen Wechsel nachdenken.

Wie lange sind die Vertragslaufzeiten?

Viele Anbieter bieten ihren Kunden sehr moderate Vertragslaufzeiten. So sind bei den meisten Anbietern bereits Verträge mit einem Monat Laufzeit buchbar. Diese sind jedoch im Schnitt etwas teurer als die drei-, sechs- oder zwölfmonatigen Verträge.

Eine kurze Vertragslaufzeit bietet sich insofern an, dass man den gemieteten Server ausgiebig testen kann. Sollte die Performance nicht passen oder das eigene Know-How nicht ausreichen, so kann man problemlos zu einem anderen Serverpaket wechseln.

Einige Hoster wie z.B. Alfahosting gehen noch einen Schritt weiter und stellen ihren Kunden für eine kurze Zeit einen kostenlosen Testserver zur Verfügung. Innerhalb des Testzeitraumes können Sie sich mit allen Leistungen und Funktionen, die der Hoster und das gemietet Paket bietet, vertraut machen und das zum Null-Tarif.

Welche Anbieter sind zu empfehlen?

Der Markt an Mietservern ist im Grunde recht überschaubar. Neben den hier nachfolgend aufgeführten Hosting-Anbietern gibt es jedoch noch etliche kleine Reseller.

Die größten Hosting-Anbieter:
  • 1blu
  • 1&1
  • Alfahosting
  • Contabo
  • Goneo
  • Greatnet
  • Host Europe
  • Strato
  • Telekom

Der Vorteil der großen Anbieter ist der gute Service und die Supportunterstützung bei Problemen. Neben dem gewohnten eMail-Support wird auch eine 24h-Hotline angeboten, die Sie bei einer Systemstörung kontaktieren können und die umgehend Maßnahmen veranlasst, um Ihren Server wieder lauffähig zu machen. Darüber hinaus stellen diese Hoster umfangreiche Tools und Anleitungen zur Verfügung, die Sie bei der Administration Ihres Servers unterstützen.

Auch beim Thema IT-Sicherheit sind Sie ganz besonders bei den großen Hostern in guten Händen.

Für Einsteiger ist unserer Meinung nach 1blu, 1&1, Alfahosting und Strato die erste Wahl. Diese vier Anbieter bieten ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis und reagieren auch flexibel auf Kundenwünsche.

Sehr positive Erfahrungen haben wir mit unseren eigenen Hostingprojekten bei Host Europe gemacht. Der Hoster unterstützte uns bei allen unseren Startschwierigkeiten und reagierte schnell auf Anfragen.

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